IGTC: Wenig los bei den 8 Stunden von Kalifornien

8-stunden-kalifornien

Dominant: Audi war bei den erstmals ausgetragenen 8 Stunden von Kalifornien schlichtweg unschlagbar. © SRO/PWC

„Stell dir vor es ist GT3-Weltmeisterschaft – und keiner geht hin“ – so lassen sich, angelegt an ein Zitat des Dichters Carl Sandburg, die 8 Stunden von Kalifornien in Laguna Seca überschreiben. Gerade einmal 10 GT3-Boliden waren beim dritten von vier Läufen zur Intercontinental GT Challenge am Start.

Der beiden Audis von Land und Magnus hatten bereits im Qualifying deutlich gemacht, dass sie um den Sieg ein deutliches Wort mitreden werden. Die Land-Mannschaft dominierte zwei Drittel der Renndistanz – am Ende hatte aber das Magnus-Trio Kelvin van der Linde / Markus Winkelhock / Pierre Kaffer die Nase vorn. Nach einem Kontakt mit dem WRT-Audi von Leonard / Dennis / Frijns kämpfte Christopher Mies gegen Ende mit einer stumpfen Waffe und wurde von Kelvin van der Linder überholt.

Die Premiere des Acura / Honda NSX GT3 in der internationalen GT-Szene konnte sich durchaus sehen lassen. Eversley / Dyer / Cameron waren bereits in der ersten Rennhälfte auf Podiumskurs unterwegs und damit vor den Speerspitzen von Porsche und McLaren unterwegs. Über die Distanz musste sich Acura jedoch dem K-PAX-McLaren von Parente / Sellers / Barnicoat geschlagen geben und kam auf P4 ins Ziel. Der zweite NSX, u.a. mit GT Masters-Champion Jules Gounon am Lenkrad, war früh mit technischen Problemen ausgeschieden.

acura-nsx-gt3

Bereicherung: Acura konnte bei seinem Intercontinental GT Challenge-Debüt durchaus überzeugen. © SRO/PWC

Wenn auf einem Renn-Porsche die Namen Jörg Bergmeister, Romain Dumas und Patrick Long stehen, dann sollte das ein Siegkandidat sein – nicht aber bei den 8 Stunden von Kalifornien! Die drei Porsche-Werksfahrer konnten mit dem von Wright Motorsport eingesetzten 911er nie die Zeiten der Audis gehen und mussten schließlich mit Problemen an der Betankungsanlage aufgeben.
Bester Porsche im Ziel war dadurch das beste ProAm-Fahrzeug, der Black Swan-911er von Jeroen Bleekemolen / Calvert-Jones / Pappas, der auf Gesamtrang fünf ins Ziel kam.

In der Gesamtwertung der Intercontinental GT Challenge hat Markus Winkelhock (50 Punkte) die Führung von seinem Audi-Markenkollegen Christopher Haase (44) übernommen. Auch in der Herstellerwertung wäre alles andere als ein Titel für Audi eine Überraschung – dort führen die „4 Ringe“ mit 87 Punkten vor Porsche (48).
Das Finale zur IGTC findet am 10. Dezember in Form der 12 Stunden von Sepang statt.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.