ADAC GT Masters: Spannendes Finale mit Zakspeed-Affäre

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Von nun ab getrennte Wege: Mercedes-AMG Customer Racing hat die Kooperation mit Zakspeed aufgekündigt. © PSTU

Die Disqualifikation der erst- und zweitplatzierten Zakspeed-Mercedes – der Verstellbereich der Nockenwellen hatte am Sachsenring nicht dem Homologationsstand des Fahrzeugs entsprochen – hatte im Vorfeld des ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim für Unruhe gesorgt. Hinsichtlich der Meisterschaftsentscheidung sind die Wogen geglättet, das Zakspeed-Team zog die Berufung zurück – diese Affäre ist aber noch nicht geklärt: Mercedes Customer Racing hat mit sofortiger Wirkung den Vertrag mit Zakspeed aufgelöst und betont, dass es nicht nachvollziehbar sei, wie veränderte Motorkennfelder auf die Steuergeräte der Zakspeed-Boliden kamen. Das Zakspeed-Team wiederum hatte betont, selbst keinen Zugriff auf dieses Daten zu haben. Es bleibt spannend, immerhin sind beide Zakspeed-Mercedes beim GT Masters-Finale in Hockenheim am Start.

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Beste Chancen: Jules Gounon führt die Fahrer-Meisterschaft vor dem Finalwochenende des ADAC GT Masters 2017 an. © PSTU

Realistisch betrachtet werden wir im badischen Motodrom einen Vierkampf um den GT Masters-Fahrermeisterschaft erleben: Corvette-Pilot Jules Gounon, der vor einem Jahr in Hockenheim heftig verunfallt war, führt das Tableau mit 131 Punkten an. 15 Punkte dahinter lauert BMW-Pilot Philipp Eng, weitere 12 Punkte dahinter folgt Sebastian Asch, der sich am Hockenheimring seinen Mücke-Mercedes mit Stefan Mücke teilt. Auf Rang vier liegt Kelvin van der Linde, der sich beim Finale wieder mit Markus Pommer im Aust-Audi abwechselt. Rechnerische Chancen haben auch noch die Vorjahresmeister Connor de Philippi / Christopher Mies.

Noch enger geht es in der Teamwertung zu: Der Vorsprung von Callaway Competition (142 Punkte) beträgt gerade einmal 8 Punkte auf die beiden punktgleichen Teams Land und Mücke.

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Kein Porsche-Jahr: Mathieu Jaminet / Michael Ammermüller liegen im Zwischenklassement mit 73 Punkten als bestes Porsche-Team auf Rang 8. So schlecht haben Porsche-Boliden im ADAC GT Masters seit 2011 nicht abgeschnitten! © PSTU

Die Wettervorhersage verspricht für das ganze Rennwochenende trockene Bedingungen und angenehme Temperaturen von rund 20 Grad. Die beiden Rennen starten am Samstag um 13:15 sowie am Sonntag um 13:08.

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