24 Stunden Dubai: Porsche-Doppelsieg und (zu?) viel Schrott

Sieger_24H DUBAI 2017_Herberth Motorsport

Dominant: Der Herberth-911er von Daniel Allemann / Ralf Bohn / Robert Renauer / Alfred Renauer / Brendon Hartley gewann die 24 Stunden von Dubai 2017 mit 2 Rudnen Vorsprung. © Creventic

Die Langstrecke-Saison 2017 hat mit den 24 Stunden von Dubai ihren mittlerweile gewohnten Auftakt gefeiert. Die besondere Geschichte: Sportwagenweltmeister Brendon Hartley wollte endlich sein erstes Rennen auf einem Porsche 911 bestreiten – und gewann dieses auf Anhieb! Dieser Sieg ist auch der erste Sieg des sympathischen Neusseländers bei einem 24 Stunden-Rennen.

Der Manthey-911er von Klohs / Müller / Cairoli / Krumbach machte den Porsche-Doppelsieg perfekt, die Black Falcon-Mercedes-Besatzung Al Faisal / Haupt / Buurman / Broniszewski / Engel komplettierte das Podium.
Auf Rang 4 kam der englische Optimum-Audi R8 mit den Fahrern Osborne / Haigh / Ratcliffe / Haase ins Ziel, bei dem frühzeitig im Rennen die Servolenkung ausgefallen war. Nachwuchspilot Ryan Ratcliffe beschrieb das Fahrverhalten “Like wrestling a bear”…

Das Herberth-Team rund um die Renauer-Zwillinge ist damit endgültig im internationalen Langstreckensport angekommen, nachdem man im Vorjahr bereits die 12 Stunden von Zandvoort sowie die 24 Stunden-Rennen von Barcelona und Paul Ricard gewinnen konnte.

24h-dubai-2017

Bunter Haufen: Der “falsche”, von der FIA nicht homologierte GT3 Renault RS01 von Fatien / Carugati / Pastorelli / Hall wurde zweiter in der GT3 AM-Klasse hinter dem Hofor-Mercedes. Der orangefarbene KTM X-BOW kam auf Rang 2 in der SP2-Klasse ins Ziel. © Creventic

Viele getapede Fahrzeuge, insgesamt über 20 Code 60-Phasen und einige Einsätze für den Krankenwagen: Die 2017er Auflage der 24 Stunden von Dubai stand mehr für “Crash-Challenge”, als für sportliche Highlights. Wie bei der VLN ist der Grund dafür gerne schnell gefunden: Zu viele Fahrzeuge aus unterschiedlichen Klassen auf der Strecke – wie es auch Sportscar365-Kollege John Dagys sieht:

Ehrlich ein eigenes Rennen für die langsameren Tourenwagen? Die Herausforderung und damit auch der Stellenwert der Veranstaltung würde damit um gut die Hälfte reduziert! Das schöne an den 24 Stunden von Dubai ist doch, dass dort am persischen Golf der ‘Spirit der Nordschleife’ gelebt wird, wo in der Eifel noch Schnee geschaufelt wird…

Eines steht jedenfalls fest: Die 24 Stunden-Serie des niederländischen Veranstalters Creventic hat sich im internationalen GT- und Tourenwagensport etabliert. Die weiteren Renntermine findet ihr in unserem Terminkalender.

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